Premiere geglückt

Impressionen 1. Hochalpines Symposium Gaflei

«Unternehmen im Gesundheitswesen gehören ebenso zu den Wirtschaftsbereichen, auch wenn man es nicht immer hören will», so begrüsste Michaela Risch die Teilnehmenden des 1. Hochalpinen Symposiums Gaflei. Das Clinicum Alpinum sieht sich als Partner auf Augenhöhe mit den wirtschaftstreibenden Unternehmen. Deshalb ist der Entscheid auch bewusst gefallen, das 1. Symposium der Klinik an der LIHGA, am Puls der Wirtschaft aus der Region, abzuhalten. Erfahren Sie alle Hintergründe über die Veranstaltung.

Lesen und schreiben reicht nicht mehr

Rund 150 Besucher lockte das vielversprechende Thema des Symposiums, «Perspektivenwechsel» an. Auftakt der Veranstaltung bildete das Impulsreferat des Pädagogen und Sportwissenschaftlers Prof. Dr. Dr. Jürgen Kühnis zum Thema «Bildung für nachhaltige Entwicklung». Dabei fokussierte er das Aufwachsen der Kinder und deren Bildung – sowie die gesellschaftlichen Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Jürgen Kühnis betonte, dass nachhaltige Entwicklung ohne Bildung nicht möglich sei. Zudem führte er aus, dass es nicht mehr reiche, nur noch lesen und schreiben zu lernen. «Menschen müssen vermehrt lernen, mit komplexen Gegebenheiten umzugehen», so Kühnis. Der Pädagoge plädiert daher darauf, ein ganzheitliches und übergreifendes Bildungsziel zu erreichen, sodass Schüler zu kritischen Bürger erzogen werden.

Wegbegleiter erkennen und schätzen

«Die Gipfel der Welt und des Lebens» so der Name des zweiten Vortrages von Prof. Dr. med. Oswald Oelz. Der ehemalige Bergsteiger, Höhenmediziner und Chefarzt referierte über Grenzerfahrungen und Extremsituationen. Nicht zu unterschätzen sind gemäss Oelz, die richtigen Partner oder Wegbegleiter. Gute Beziehungen helfen, sich auch in Grenzsituationen sicher zu bewegen. Gleichzeitig sorgen gelebte Beziehungen auch für die gesunde Work-Life-Balance.

«Manchmal bleibt man an etwas hängen, es geht nicht weiter. Entweder man fällt dann in ein Loch und wird depressiv, oder man ändert die Perspektive» so Oswald Oelz. Wer Grenzen verschieben will, so Oelz, müsse den Fokus nicht auf den Körper, sondern vor allem auf die Gedanken bzw. den Kopf richten.

Humorvoll schilderte der ehemalige Bergsteiger seine Lebensphilosophie und Einstellung anhand seiner Touren und unterhielt das Publikum dabei bestens.

Bubenträume und Geschäftsmodelle

An der anschliessenden Podiumsdiskussion tauschten sich Oswlad Oelz, Jürgen Kühnis und Emanuel Steiner, Leiter Personal und Finanzen des Traditionsunternehmens Appenzeller Alpenbitter, über Bubenträume und Geschäftsmodelle aus. Die Diskussion drehte sich u.a. auch um die Geheimrezeptur des Kräuterschnapses. Diese existiert bis heute noch auf Papier und nicht etwa in einer Cloud. Für Jürgen Kühnis ein Zeichen für digitale Kompetenz. So müsse auch heute nicht alles zwingend digital sein, sondern nur das, was Sinn macht. «Die Digitalisierung ist nicht gut oder schlecht, sondern sie findet einfach statt. Doch die Frage ist, wie wir als Gesellschaft damit umgehen», führt der Pädagoge aus.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch das grafische Verlaufsprotokoll von Anna Egger.

Im Bild: Tanja Frieden, Prof. Dr. med. Oswald Oelz, Dr. med. Marc Risch

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